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::: Marco Polo, Plattensee ·.°.·°.·

 Marco Polo, Plattensee

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Der Plattensee, das Ferienparadies in Ungarn schlechthin, wird bei Urlaubern immer beliebter. Grund genug für Marco Polo, dieses Reiseziel in gewohnt kompetenter Manier vorzustellen.

Nach einer unterhaltsamen Einführung, geschichtlichen Informationen und interessanten Stichwörtern wird der Leser in die Geheimnisse der deftigen ungarischen Küche eingeweiht. Wer mit einer langen Einkaufsliste in den Urlaub startet, findet im Kapitel "Einkaufen & Souvenirs" alles zu landestypischen Produkten und Mitbringseln. Bunte Folkloreshows und gemütliche Weinfeste bestimmen den sommerlichen Veranstaltungskalender auf den folgenden Seiten -- besonders den Anna-Ball sollten Sie nicht verpassen. Es folgen Porträts der Regionen des Landes.

Alle Urlauber, die Erkundungen auf eigene Faust geführten Touren vorziehen, können sich anhand der drei grün unterlegten PKW-Touren ihre individuelle Reiseroute zusammenstellen. Auch für Radler und Wanderer finden sich entsprechende Tourenvorschläge. Der Reiseatlas im hinteren Teil des Guides hilft bei der Planung.


 

::: Ungarn ·.°.·°.·

Dumont Ungarn

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Puszta-Romantik und Zigeunermusik, guter Wein, Badefreuden, aber auch türkische Bäder und Dörfer im österreichischen Flair. Ungarn hat viel zu bieten, das ist nicht zu bestreiten. Dabei sollte man seine Reise keinesfalls nur auf die Hauptstadt Budapest beschränken, auch wenn es dort so viel zu entdecken gibt, daß man seinen Urlaub dort am liebsten immer weiter ausdehnen würde.

Der Dumont-Führer will dem Reisenden alle Facetten des Landes zeigen. In kompakter Größe bereist man mit ihm Transdanubien, lernt die Schönheiten Budapest und des Donauknies kennen, fährt durch die ungarische Tiefebene und erobert die Nordungarische Bergwelt. Im bewährten Stil konzentrieren sich die Texte dabei hauptsächlich auf die Sehenswürdigkeiten der Städte und ihre Geschichte. Reiseinfos zu Unterkünften, Restaurants, Museen und Transportmitteln sind benutzerfreundlicherweise direkt an die entsprechenden Städte angegliedert.

Doch nicht nur mit den von den Augen erfaßbaren Dingen beschäftigt sich der Reiseführer. In farblich unterschiedenen Kästchen erfährt der Leser viel Hintergründiges über das Land und seine aktuellen Themen und Probleme. Auf die Geschichte und die Kultur der Menschen an sich geht der erste Teil ein, der einem das für eine Reise sicher wünschenswerte Basiswissen vermittelt. Man vermißt zuweilen kleinere Übersichtskarten, die deutlich machen, in welchem Teil Ungarns man sich gerade befindet. Auch ein Mehr an Fotos würde sicher nicht schaden, denn die, die man sieht, sind so gelungen, daß man Appetit auf mehr bekommt. Dieses Dumont-Taschenbuch ist der klassische Reiseführer schlechthin. Wer sich für ihn entscheidet, wird Ungarn gern kennenlernen.--Julia Klesse


 

::: Culinaria. Ungarische Spezialitäten .°.·°.·

Culinaria Kochbuch

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In diesem Buch werden Spezialitäten aus Ungarn nach vier Kapiteln unterteilt vorgestellt. Im einzelnen wird ein kulinarischer und kultureller Streifzug durch Budapest, Oberungarn, die Tiefebene und Transdunabien gemacht. Mit beeindruckenden Farbbildern werden dabei Land und Leute vorgestellt und so der Ursprung für die meisten Gebräuche und Rezepte erklärt. Meiner Meinung nach macht es danach doppelt soviel Spaß, diese Rezepte nach zu machen und zu essen. Es werden dabei nicht nur allgemein bekannte Sachen wie die Weine des Balaton, der Honig aus Transdanubien, die Äpfel aus Oberungarn oder Krapfen und Strudel beschrieben, sondern ebenso spezielle und beeindruckende Lokale wie das Kaffehaus "New York" in Budapest vorgestellt oder das Restaurant Gundel, in dem 1993 der ungarische Ministerpräsident zu Ehren von Queen Elisabeth II einen Staatsempfang gab. Das Menü wird vorgestellt und der sehr pfiffige Hauptgang detailliert beschrieben. Schon allein dafür lohnt es sich das Buch zu kaufen.


 

::: Die Puszta. Nachricht aus einer verschwundenen Welt. ·.°.·°.·

Die Puszta

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Der Roman „Die Puszta" von Gyula Illyés beschreibt in eindrucksvoller Weise das Leben und die Verhältnisse dieser ungarischen Form eines feudalen Bauerntums, das zu Zeiten der Veröffentlichung des Romans (1936) noch in der Tradition jahrhundertealter Sitten und Gebräuche lebte. Der Autor selbst ist auf einer Puszta, -einer Kleinsiedlung im Umkreis eines Herrenhauses, die meist nur aus wenigen Häusern und Hütten bestand, aufgewachsen. Ohne eigenen Grund und Boden waren die Puszta-Angehörigen in einem System, das durch die Unterteilung in hierarchische Klassen geprägt war, von den Launen der jeweiligen Herren abhängig. Illyés zeichnet ein sehr aufschlußreiches soziographisch-autobiographisches Bild dieser Landarbeiter-Klasse, weist in seiner sehr epischen Form der Darstellung aber auch auf die sozialen Probleme dieser armen Bevölkerungsschicht hin. Der Bericht des dreißigjährigen Schriftstellers galt bei seinem Erscheinen sofort als Sensation, war sein Gegenstand doch vollkommen neu. Weder Soziologen noch Ethnographen, weder Politiker noch Schriftsteller hatten sich bis dahin mit dem Phänomen des Pusztavolkes beschäftigt. Besonders die Authentizität des Romanes und die Vielseitigkeit und Fülle der Beobachtungen, die Verbundenheit und der Humor seiner Darstellung und Erinnerung, machen den Roman zu einem Leseereignis und einer „Pflichtlektüre" für alle die, die ein besseres Verständnis und Einblick in das heutige Ungarn gewinnen möchten.


 

::: Der Gottsucher ·.°.·°.·

Der Gottsucher

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Was ist Kapitalismus? Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Und was ist Kommunismus? Das Gegenteil. György Dalos ist ein politischer Schriftsteller, der sein ernstes Anliegen gerne in Witz und Ironie verkleidet. 1993 hat er eine Sammlung zum Ende des Ostblockwitzes herausgegeben ("Proletarier aller Länder, entschuldigt mich!"), aus der das obige Zitat stammt.

Auch sein neuer Roman Der Gottsucher ist ein politisches Buch. Der Heilsanspruch des Kommunismus wird gemessen am Heilsanspruch der Religion, und in beiden Systemen der theoretische Anspruch der allzu menschlichen Wirklichkeit gegenübergestellt. Die Zeit ist 1959, wenige Jahre nach dem Ungarnaufstand von 1956. Das Selbstbewusstsein der ungarischen Kommunisten ist durch die Konterrevolution tief getroffen.

Anpassung oder Widerstand. Wie die Ungarn als Volk mit diesem Problem umgehen, zeigt der Musiklehrer Paulik anhand der ungarischen Melodik, die sich nach und nach ihrer Umgebung anpasste und gleichzeitig ihren spezifischen Charakter beibehielt. Auch der Gulasch-Kommunismus konnte die Vielvölkeridentität nicht nivellieren. Aus Dalos' Sammlung: "Was ist ein Ungar? -- Einfach ein Ungar. Was sind zwei Ungarn? -- Drei politische Strömungen. Was sind drei Ungarn? -- So etwas gibt es nicht, denn der eine ist Jude, der zweite ist Donauschwabe und der dritte Zigeuner." --Eva Leipprand


 

::: Die Ungarn. Ein Jahrtausend Sieger in Niederlagen. ·.°.·°.·

Ungarn. Sieger in Niederlagen

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Eines der großen Rätsel des vor tausend Jahren seßhaft gewordenen ehemals berüchtigten und gefürchteten Reitervolkes der Ungarn ist seine Sprache. Deren Ursprung ist bis heute umstritten. Fest steht jedoch, daß sie mit den Sprachen sämtlicher Nachbarn nichts, aber auch gar nichts gemeinsam hat. Lediglich das Finnische weist eine ferne Verwandtschaft mit dem Ungarischen auf. Aber nicht wegen ihrer Sprache sind die Ungarn der Sonderfall der europäischen Geschichte. Auch die Art und Weise, wie dieses kleine Volk mit seinen nicht wenigen historischen Katastrophen -- Unterwerfungen und verlorenen Kriegen, faschistischen und kommunistischen Diktaturen -- fertig wurde, ist einigermaßen einzigartig. Auch in ihren Niederlagen sind sie, so zumindest die These, die dem jüngsten Buch Paul Lendvais den Untertitel gab, am Ende siegreich gewesen.

Abgesehen von den Albanern seien die Ungarn "das einsamste Volk Europas", so lautet die andere zentrale These des ungarisch-österreichischen Journalisten und Publizisten. Und wenn Einsamkeit eine ihrer Ursachen in der Fremdheit hat, dann kann die mit diesem Buch vorgelegte Geschichte der Ungarn ein Beitrag dazu sein, die Einsamkeit dieses Balkanvolkes zu lindern, das im übrigen wie kein anderes europäisches Volk Fremde zu assimilieren verstanden hat. Die ebenso fundierte wie flüssig geschriebene Darstellung des -- laut Selbstauskunft -- "nach vierzig Jahren in Wien zum Österreicher gewandelten gebürtigen Ungarn" ist jedenfalls rundum geglückt. Lendvai schildert die Geschichte der Magyaren mit großer Detailkenntnis, ohne sich aber im Detail zu verlieren. Er erzählt manche Anekdote, ohne je ins Anekdotische abzugleiten. Ein fundiertes Geschichtswerk ohne den Staub, der mit historischen Gesamtdarstellungen oft gleich mitgeliefert wird, leicht aber nicht leichtfertig. Eine ausführliche Zeittafel mit den Eckdaten der ungarischen Geschichte und eine Auswahlbibliographie runden das Werk ab. --Andreas Vierecke

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